Gewichtszunahme während und vor der Periodenwoche

Gewichtszunahme während und vor der Periodenwoche

Du fühlst dich in der Woche vor deiner Periode mal wieder aufgebläht und schwer? Das ist ganz normal.

In der prämenstruellen Phase macht sich oft ein Gefühl der Frustration und Unbehagen breit. Man hat das Gefühl an Gewicht zugenommen zu haben und ständig aufgebläht zu sein.

Diese scheinbare Gewichtszunahme ist auf hormonelle Schwankungen zurückzuführen. Der Östrogen- und Progesteronspiegel schwankt in der prämenstruellen Phase erheblich. Östrogen, das in der ersten Hälfte des Zyklus reichlich vom Körper produziert wird, spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel, indem es die Insulinempfindlichkeit reguliert. Diese hormonellen Veränderungen während des Menstruationszyklus können den Stoffwechsel beeinflussen und die Fettverbrennung verlangsamen. Parallel dazu kann auch das Progesteron, das in der zweiten Zyklushälfte zur Vorbereitung auf eine mögliche Schwangerschaft dient, eine Rolle bei der prämenstruellen Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen spielen. 

Eine der Hauptursachen für die Gewichtszunahme vor und während der Periode sind Wassereinlagerungen. Hormonschwankungen können den Körper dazu veranlassen mehr Wasser zu speichern. Dies führt zu einem aufgeblähten Gefühl und scheinbarer Gewichtszunahme. Diese Wassereinlagerungen bemerkst du meist an einer leichten Schwellung am unteren Bauch und deinen Brüsten. Es handelt sich hierbei nicht um eine Gewichtszunahme, die im Zusammenhang mit Körperfett steht.

Hormone beeinflussen nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch unsere inneren Hunger- und Sättigungssignale. Während der prämenstruellen Phase können die schwankenden Östrogen- und Progesteronspiegel zu Veränderungen des Hungergefühls führen. Du verspürst wahrscheinlich Heißhunger auf bestimmte Lebensmittel, insbesondere auf diejenigen, die reich an Kohlenhydraten und Zucker sind. Diese halten dich nicht besonders lange satt und sind reich an Kalorien, was zu einer kurzen Gewichtszunahme führen kann. 

 

Was kannst du gegen Wassereinlagerungen und Heißhunger tun?

  1. Bewegung: Regelmäßiger Sport kann dazu beitragen, Wassereinlagerungen zu reduzieren und den Stoffwechsel anzukurbeln. Leichte Übungen wie Gehen, Schwimmen oder Yoga können einen Blähbauch verhindern. Cardio-Training mit mäßiger Intensität hilft, die Blutzirkulation anzuregen, was wiederum zu einer Reduzierung der Wassereinlagerungen beiträgt. 

  2. Gesunde Ernährung: Versuche, dich während deiner Periode ausgewogen zu ernähren. Reduziere den Konsum von salzigen und zuckerreichen Lebensmitteln, die Wassereinlagerungen fördern können. Stattdessen konzentriere dich auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, die reich an Ballaststoffen sind. Ballaststoffe fördern eine gesunde Verdauung. Mit gesunden Essgewohnheit kannst du deinen Cortisol- und Leptinspiegel unter Kontrolle halten und somit verhindern, dass dein Blutzuckerspiegel in der Höhe schnellt und du Lust auf Snacks bekommst. Achte dennoch darauf genug zu essen. Dein Körper braucht eine gewissen Kalorien- und Energiezufuhr mit gesunden Vitaminen, guten Fetten und ausreichend Eiweiß, um deine Muskelmasse zu erhalten.  

  3. Wasser trinken: Es mag dir kontraproduktiv erscheinen, aber ausreichend Wasser zu trinken ist wichtig und kann Wassereinlagerungen reduzieren. Durch genügend Flüssigkeit unterstützt du gleichzeitig dein Verdauungssystem. 

  4. Entspannungstechniken: Stress kann die Symptome während der Periode verschlimmern. Versuche es Mal mit Entspannungstechniken wie Meditation oder Atemübungen.